STATIONEN EINER ERFOLGSGESCHICHTE

40 Jahre Bram im City Concorde:

1947 

Jean Bram beginnt seine berufliche Laufbahn im Alter von 19 Jahren beim Grossisten Dupont.

1951 

Mit 23 Jahren macht Jean Bram sich selbständig, und richtete sein 1 Geschäft zuhause in einer Mansarde ein. Gründung der Firma.

1957 

Umzug in ein größeres Geschäft, Place de Strasbourg.

1961 

Umzug in die Zithastraße.

1966 

Eröffnung eines neuen Geschäftes in der Zithastraße, mit einer Fläche von 1000 qm.

1974 

Am 9. Mai eröffnet Jean Bram das erste Einkaufszentrum City Concorde in Bartringen-Helfenterbrück; 12 Geschäfte unter einem Dach, Bram belegt eine Geschäftsfläche von 4000 Quadratmetern.

1982 

Vergrößerung des Einkaufszentrums, jetzt mit 25 Geschäften.

1983 

Bram beschäftigt 35 Mitarbeiter.

1984 

Im Dezember verkauft Jean Bram die Geschäftsfläche seines Modehauses an das Münchner Modehaus Konen.

1993 

Vergrößerung der Geschäftsfläche des Modehauses Bram im Einkaufszentrum Concorde von 4000 auf 6500 qm; 120 Mitarbeiter.

1997 

Weitere Vergrößerung der Verkaufsfläche auf 8500 qm.

1999 

Das City Concorde feiert seinen 25. Geburtstag.

2009 

Vergrößerung des Einkaufszentrums, das jetzt 2500 Parkplätze zählt. Bram erweitert seine Geschäftsfläche auf 11000 Quadratmeter.

2014 

Das City Concorde wird 40. Bram ist seit 30 Jahren eine erfolgreiche Zweigniederlassung der Konen Bekleidungshaus KG und beschäftigt 240 Personen.

2021

Im Juni verkauft das Münchner Modehaus Konen die Geschäftsfläche KONEN und BRAM an das Stuttgarter Modehaus Breuniger.

INTERVIEW MIT JEAN BRAM

"Unsere Stärke war unsere Weitsicht - und diese Weitsicht prägt unsere Aktivitäten bis heute!"

Was 1951 als kleines selbständiges Unternehmen in der Mansarde des Elternhauses begann, hat sich im Laufe der Zeit zu einem 11000 Quadratmeter großen Modehaus und einem der größten Einkaufszentren Luxemburgs entwickelt.

Herr Bram, Sie blicken auf ein langes erfolgreiches Leben zurück und haben mit Bram und City Concorde Ihr Lebenswerk geschaffen. Beschäftigen Sie sich heute noch aktiv mit der City Concorde?

Jean Bram: Nun, ich bin heute 86 Jahre alt, lege meine Hände aber noch nicht in den Schoß! Der Beitrag, den ich heute noch für City Concorde leiste, ist für mich eine Bestätigung und jetzt vor allem ein Hobby. Als ich jung war, konnte ich mich keinem Hobby widmen, ich war von morgens bis abends immer im Einsatz...

1945, im Alter von 19 Jahren, begann Ihr Berufsweg beim Großhändler Dupont...

Jean Bram: Ja, Armand Dupont hatte in der Goethe-Straße ein Textilgeschäft und arbeitete wie damals üblich mit Schneidern und Näherinnen zusammen. Im Grunde erlernte ich dort meinen Beruf in der Verwaltung. Dann gründete ich mit einem Verkaufsreisenden von Herrn Dupont, René Kiefer, ein Geschäft. Einige Jahre später trennten wir uns - Herr Kiefer behielt das von uns gegründete Unternehmen, und ich machte mich selbständig... Das war 1951, ich war 23 Jahre alt.

Wie groß war das Risiko damals für einen jungen Unternehmer?

Jean Bram: So groß, dass ich nicht selten mitten in der Nacht nassgebadet aufwachte. Mein Vater hatte das Startkapital von 100 000 Franken bei der Sparkasse geliehen, er bürgte für mich - als einfacher Bahnangestellter, der selber kein Geld hatte. Ich richtete mein Geschäft in Bonneweg ein, in einer Mansarde im Elternhaus! Das muss man sich überlegen, in einer Mansarde, unter dem Dach! Mein Büro befand sich in unserer guten Stube, ich hatte eine riesige Continental-Schreibmaschine - das war meine Verwaltung!

Und das Geschäft in der Mansarde war ein Erfolg...

Jean Bram: Es war sehr erfolgreich. So sehr, dass ich 1957 umziehen konnte neben das damalige Economat am Straßburger Platz. Das Geschäft war 80 Quadratmeter groß. Ich hatte die Zeichen der Zeit erkannt und hörte damit auf, die Schneider und Näherinnen zu besuchen, weil mich das nicht vorwärts brachte. Ich begann mit Kurzwarenhandel, also "Mercerie", mit "Bonneterie", Wirk- und Strickware, mit Unterwäsche... und ich verkaufte als Erster in Luxemburg italienische Strickware. Ich ließ nicht locker und wurde von meiner Frau, die ich mit 25 Jahren geheiratet hatte unterstützt. Wir arbeiteten Tag und Nacht, um das Geschäft aufzubauen und voran zu bringen. Wir waren hungrig und wollten beweisen, dass man etwas erreichen kann. Unsere Stärke war unsere Weitsicht - und diese Weitsicht prägt unsere Aktivitäten bis heute!

Ihre Erfahrungen im Ausland standen also Pate für den Erfolg des Shopping Center Concorde...

Jean Bram: Ja, und die Luxemburger Kundschaft nahm das Concorde sofort an. Es war auch ein anderes Einkaufszentrum als jene in Deutschland, die eher große Schuppen auf der grünen Wiese waren. Wir hatten uns zwar auch auf der grünen Wiese niedergelassen, aber wir setzten Zeichen mit unserer attraktiven Mall mit Wasserfontänen und Papageien - die Luxemburger trauten ihren Augen nicht! Unser Motto damals war übrigens "Shop, Smile and Buy"! Aber es wurde immer weiter investiert. 1982 wurde die Concorde- Galerie mit den Steinbögen und Laternen eingerichtet, und es kamen weitere Geschäfte hinzu...

Und dann entschieden Sie sich, das Textilgeschäft aufzugeben und die Marke Bram zu verkaufen. Wieso kam es dazu?

Jean Bram: Meine Tochter Claire, die bereits in der Verwaltung unseres Unternehmens arbeitete, wollte das Textilgeschäft nicht übernehmen, weil sie miterlebt hatte, wie ihre Eltern sich abgerackert hatten. Also musste ich nach dem geeigneten Mieter suchen, der meinen Namen, meine Geschäftsinstallationen und die Ware übernehmen wollte. Ich machte mich selbst auf die Suche nach dem geeigneten Unternehmen. Dank meinen Verbindungen, die ich über die Einkaufsverbände knüpfen konnte, kannte ich das Unternehmen Konen aus München. Konen war der ideale Partner, ein seriöses, sehr gut aufgestelltes Familienunternehmen, das beste Kleiderwarengeschäft in Bayern und dort eines der größten. Das Geschäft der Familie Konen genoss einen sehr guten Ruf und konnte auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurückblicken. Als Dr. Godl von der Firma Konen das Geschäft Ende 1984 übernahm, wollte ich aber auch dafür sorgen, dass dieser Übergang reibungslos vonstatten ging. Deshalb blieb ich mit meiner Frau ein Jahr lang im Geschäft tätig, ohne Entlohnung. Konen präsentiert sich seit dem 10. Dezember 1984 im Shopping Center Concorde unter dem Namen Bram. Das Geschäft hat sich zu einer wichtigen Säule im Concorde etabliert.

Das Einkaufszentrum Concorde wird von der "Société civile Bram Concorde" gemanagt - einem Unternehmen der Familie Bram...

Jean Bram: Nach der Bram-Übernahme von Konen war ich nicht mehr in das Modegeschäft eingebunden, ich kümmerte mich aber intensiv mit der Verwaltung und der Entwicklung des Einkaufszentrums, die ein ständiger Prozess ist und bleiben muss. 1995 kam es wieder zu einer Vergrößerung: Wir baute auf drei Stockwerken die Plaza, die wir heute kennen, und neu war auch ein Kindergarten für Drei- bis Fünfjährige. Von 1995 bis 1996 vergrößerten wir die Verkaufsfläche des Modehauses Bram Concorde, das ja schon seit mehr als zehn Jahren von Konen geführt wurde, auf 8000 Quadratmeter Fläche. Mit dieser großen Verkaufsfläche war Bram in Luxemburg und über die Grenzen hinaus einmalig, und das können wir heute jeden Tag beweisen. Das Tradig Up im Concorde ging regelmäßig weiter, und so richteten wir 2001 hinter dem Geschäftshaus Imac weitere Abstellplätze für 500 Autos und eine Passage ein, die seit 2008 überdeckt ist, klimatisiert, geheizt angenehm - einfach up to date! 2008 wurde mein Schwiegersohn Romain Koster Teilnehmer in unserer "Société civile Bram Concorde", die wir 1985 gegründet hatten. Herr Koster wurde zum Manager berufen und er hat das City Concorde zusammen mit seiner Frau, meiner Tochter Claire, mit Erfolg geleitet. Die letzte wichtige Vergrößerung des City Concorde fand ja 2009 statt, und Bram weitete seine Verkaufsfläche von 8000 auf 11000 Quadratmeter aus!

Hatten Sie im Laufe Ihrer Karriere Bedenken, in ein größeres Projekt zu investieren, hatten Sie zuweilen Zweifel an Ihren Vorhaben? Und wie geht es weiter?

Jean Bram: Das Risiko muss immer kalkulierbar sein, und man muss Weitsicht haben. Ich bin nicht einfach in ein Projekt gesprungen, sondern habe weitergedacht. Es kam ein Zeitpunkt, an dem ich mich entwickeln musste, sonst wäre ich überrollt worden. Heute hat unser Unternehmen eine gewisse Größe erreicht, aber Concorde wird sich weiterentwickeln! Heute kann ich sagen: Happy Birthday City Concorde für Deine 40 Jahre. City Concorde - immer jung! Wir, die Familien Bram-Peters und Koster-Bram, wünschen dem City Concorde weiterhin Erfolg. Wir möchten auch allen Kunden danken, die uns besucht haben - denn es sind unsere Kunden, die geholfen haben, das Image von City Concorde zu etablieren.